Vereinschronik

Von den Anfängen bis zur Gegenwart – Die ausführliche Vereinschronik 

Am 30. November 1963 – einem Samstag – versammeln sich im früheren Schulhaus in Niederhof insgesamt 36 Personen, die an der Gründung eines Sportvereins interessiert sind. Die Initiatoren der Veranstaltung sind in erster Linie die Herren Leo Oeschger und Rolf Maier. Die Leitung der Gründungsversammlung übernimmt Helmut Baumann. Er erklärt, mit der geplanten Vereinsgründung solle dem Wunsch der Jugend und dem Bedürfnis der mehr als tausend Einwohner nachgekommen werden. Im Falle der Gründung habe der Verein die Absicht in der Gemeinde eine umfassende, sportliche Aufgabe zu verwirklichen. Alle Teilnehmer der Versammlung stimmen für die Vereinsgründung und wählen Leo Oeschger zum 1. Vorsitzenden, Helmut Baumann zu seinem Stellvertreter, Hans Kammerer zum Kassenwart und Günther Kammerer zum Schriftführer. Die Mehrheit der Versammelten wählt das Gasthaus „Zum Engel“ zum Vereinslokal. Eine erste Spendensammlung unter den Gründungsmitgliedern erbringt einen Betrag von 183,63 DM.

Damit ist der „Sportverein Rot-Schwarz Niederhof 1963 e.V.“ gegründet.

Das erste Training findet am 6. Januar 1964 um 10:00 Uhr auf dem alten Sportplatz „Wüstmatt“ statt. Aus diesem Anlass überreicht Helmut Baumann einen von ihm selbst gestifteten Ball an Spielführer Rolf Maier. An der ersten Übungseinheit nehmen 17 Spieler teil. Der erste Trainer ist Heinz Gerspach aus Murg.

Die Suche nach einem geeigneten Sportplatzgelände gestaltet sich als schwierig. Nach vielen erfolglosen Gesprächen und Dank der Unterstützung von Bürgermeister Wilhelm Behringer stellen der Fabrikant Joseph Dedi und Geflügelzüchter Günter Hoppe zunächst ihre Grundstücke im Gewann „Schwarzrütte“ als Spielwiese zur Verfügung. Das erhebliche Gefälle des Geländes ist zwar nicht ideal, aber die Vorfreude in Niederhof bald Fussball spielen zu können überwiegt deutlich. Die Aktiven sorgen für das Aufstellen der Tore und den Aufbau einer Umzäunung. Das erste Freundschaftsspiel wird am 9. Mai 1964 gegen den SV Hänner II mit 5:3 gewonnen.

Mit dem Anstoss durch Bürgermeister Behringer zum Spiel SV Niederhof – SV Hänner I wird der Behelfssportplatz am 7. Juni 1964 offiziell übergeben. Das Endergebnis lautet 1:1. Im direkten Anschluss erfolgt das Hauptspiel zwischen dem SV Blau-Weiss Murg I und dem SV 08 Laufenburg I. Murg gewinnt mit 5:3. Zur Sportplatzeröffnung kommen 422 zahlende Zuschauer. An diesem Tag werden etwa 250 Würste, 350 Flaschen Sprudel und 600 Flaschen Bier verkauft.

Der Sportverein Niederhof beginnt seine erste Verbandssaison am 23. August 1964 in der C-Klasse mit einem Spiel gegen den SV Oberwihl. Die Premiere geht mit 0:8 verloren. Schon früh wird den Verantwortlichen klar, dass die Zukunft des Vereins nur über die Ausbildung der Jugend gesichert werden kann. So wird neben der 1. Mannschaft auch bereits eine C-Jugend zum Spielbetrieb angemeldet. Nur ein Jahr später stellt der Verein dem Verband zwei Schiedsrichter zur Verfügung, nachdem die Vereinsmitglieder Roland Röder und Werner Zumkeller einen Schiedsrichter-Lehrgang erfolgreich abschliessen.

Um die Vereinskasse aufzubessern findet im Juli 1965 erstmals ein Pokalturnier mit sechs Mannschaften statt. Das Interesse am Fussball in Niederhof ist damals enorm, was 275 verkaufte Eintrittskarten beweisen. Das Team um Sportplatzwirt Otto Albiez hat gut zu tun. An einem einzigen Nachmittag werden stolze 1020 Flaschen Bier, 870 Flaschen Sprudel, 220 Fläschchen Jägermeister, 20 Flaschen Wein, 190 Schüblinge, 315 Servelats, 23 Bratwürste, 400 Brötchen und 14 Laib Brot verkauft. Als Festwirtschaft dient eine von den Aktiven gebaute Hütte, die zugleich als Materiallager, Umkleidekabine und Sitzungsraum benutzt wird.

Sportlich bewegt sich in dieser Zeit schon einiges. In der Saison 1965/66 belegt die 1. Mannschaft den 2. Tabellenplatz. Nachdem die ersten drei Spiele verloren werden, kann die Elf von Trainer Heinz Gespach 16 von 17 Spielen gewinnen. Nur das Spiel gegen den späteren Meister SV 08 Laufenburg II geht noch mit 3:4 verloren. Die Vizemeisterschaft berechtigt zum Aufstieg in die B-Klasse. In einer einberufenen Sitzung beschliessen die Spieler den Aufstieg in die höhere Klasse tatsächlich zu wagen.

Am 28. August 1966 feiert der SVN seine Premiere in der B-Klasse. Neuer Trainer ist Frithjof Steidel aus Säckingen. Die Mannschaft verliert das erste Spiel in Oberlauchringen deutlich mit 0:8. Am Ende der Saison steht mit dem 12. Tabellenplatz von 14 Mannschaften leider der Abstieg fest.

Für die Saison 1967/68 meldet der SVN erstmals auch eine 2. Mannschaft an. Mangels Alternativen findet das Training in den Wintermonaten zur damaligen Zeit im „Engelsaal“ statt. Dabei kommt es – verständlicherweise – oftmals zum Ärgernis mit dem Wirt.

In der Bevölkerung gibt es vereinzelt auch kritische Stimmen, was die Zukunft des jungen Vereins betrifft. Ein Mitglied vertritt die Meinung, dass bei der Einweihung des geplanten, neuen Sportplatzes keine Fussballmannschaft mehr bestehen werde. Sollte sich seine Meinung nicht bestätigen, wolle er der Mannschaft ein Fass Bier spendieren.

Wichtigster Beschluss der Jahreshauptversammlung vom 29. Juli 1967 ist eine Änderung der Satzung, wonach der Verein einen Präsidenten erhalten soll. Einstimmig wird Helmut Baumann in dieses Amt gewählt. Damit findet eine um den Verein und um die Jugendförderung engagierte Persönlichkeit seine verdiente Anerkennung.

Ein Jahr später – bei der fünften Jahreshauptversammlung am 27. Juli 1968 im Gasthaus „Zum Engel“ – wird dem Antrag zahlreicher Interessentinnen zur Gründung einer Damen-Gymnastikabteilung zugestimmt. Als Vorturnerin stellt sich Norma Bergande zur Verfügung. Der erste Übungsabend ist am 2. September 1968 im Saal des Gasthauses „Zur Linde“. Neben den beiden Aktivmannschaften wird für das Spieljahr 1968/69 erstmals auch eine A-Jugend zum Spielbetrieb angemeldet.

Am 22. Juni 1969 wird das alljährliche Pokalturnier zum fünften Mal durchgeführt. Als besondere Attraktion findet diesmal ein Fussballspiel unserer Damen-Gymnastikgruppe gegen eine Damenauswahl aus Oberhof, Hänner und Harpolingen statt. Die Partie endet mit 0:1.

Bei der Hauptversammlung am 26. Juli 1969 werden Klaus Ruf zum 2. Vorsitzenden, Günther Kammerer zum 1. Kassierer und Rolf Maier zum 1. Schriftführer gewählt. Bürgermeister Behringer gibt in der Versammlung bekannt, dass über den Zeitpunkt zur Benutzung eines neuen Sportplatzes noch Unklarheit bestehe, da die beantragten Zuschüsse noch nicht bewilligt seien.

Nur knapp neun Monate später, am 22. April 1970 darf erstmals auf dem neuen – noch heute bestehenden – Sportplatz trainiert werden. Die Kosten für den Platz werden von der Gemeinde getragen. Dem SV Niederhof wird das Nutzungsrecht übertragen. Im selben Jahr wird in Niederhof auch die Mehrzweckhalle eingeweiht und den Vereinen der Gemeinde zur Nutzung übergeben.

Am 5. März 1971 wird die Alte-Herren-Abteilung des SVN gegründet. Günter Jehle übernimmt die Leitung der neuen Mannschaft.

Die offizielle Einweihung des neuen Rasenplatzes findet ab dem 27. Juni 1971 statt. Nach zahlreichen Ansprachen, darunter von unserem Präsidenten Helmut Baumann, wird der Platz gesegnet. Das folgende Spiel zwischen dem SV Blau-Weiss Murg I und dem FC Säckingen I gewinnt Murg vor der sagenhaften Kulisse von 1.000 Zuschauern mit 3:2. Die Feierlichkeiten dauern eine ganze Woche. Umrahmt werden die Festtage mit zahlreichen Aufführungen aus den eigenen Abteilungen und den hiesigen Vereinen. Weitere 700 Fussballanhänger kommen zum Abschluss der Festwoche um das Spiel zwischen dem SV 08 Laufenburg I und dem FC Rheinfelden I anzusehen. Dieses Fest wird als Meilenstein in die Vereinsgeschichte eingehen, dem sowohl ein großer sportlicher als auch finanzieller Erfolg beschieden war.

Mit dem Ende der Saison 1972/73 erringt die C-Jugend die erste Staffelmeisterschaft für den SVN. Meistertrainer ist Manfred Eckert. In der folgenden Spielzeit gelingt es den Jungs den Titel erfolgreich zu verteidigen. Dieses Mal ist Werner Zumkeller Trainer der erfolgreichen Mannschaft.

Schon vor der Einweihung des neuen Sportplatzes befassen sich die Vereinsverantwortlichen mit der Planung eines Sportheims, das an der Nordseite des Rasens gebaut werden soll. Nach längeren Kauf- und Tauschverhandlungen ist es schließlich Präsident Helmut Baumann, der dem SVN an der gewünschten Stelle das notwendige Grundstück kostenlos zur Verfügung stellt. Am 11. März 1973 teilt Leo Oeschger in einer Vorstandssitzung mit, dass die Baugenehmigung vorliegt. Noch am selben Tag wird der erste Spatenstich ausgeführt. Und schon am 14. Juli 1973 feiern die fleissigen Vereinsmitglieder das Richtfest.

Die Einweihung des neuen Sportheims kann wie geplant vom 19. bis 21. Juli 1974 über die Bühne gehen. Die Baukosten werden zum größten Teil durch Eigenarbeit gedeckt. Mit der Fertigstellung geht für den SVN ein Traum in Erfüllung. Elf Jahre nach der Gründung des Vereins steht den Mitgliedern eine vollständige Sportstätte zur Verfügung.

Der sportliche Erfolg lässt nicht lange auf sich warten. Die 1. Mannschaft gewinnt im Spieljahr 1974/75 mit ihrem Spielertrainer Hans-Peter Schwarz die Meisterschaft. Somit steigt der SVN zum zweiten Mal in die B-Klasse auf. Das Team steht vom ersten bis zum letzten Spieltag an der Tabellenspitze. Während der gesamten Saison gehen nur drei Spiele verloren.

Am 5. September 1975 legt Leo Oeschger aus beruflichen Gründen nach zwölf Jahren sein Amt als 1. Vorstand nieder. Präsident Baumann dankt ihm für seine großen Verdienste und ernennt ihn zum Ehrenmitglied.

Im Frühjahr 1977 nimmt der östlich gelegene Trainingsplatz einschließlich Beleuchtung seinen Betrieb auf. Die Aktiven errichten die Tore und den notwendigen Ballfangzaun entlang der Straße selbst.

Seit der Eröffnung bewirtschaftet das Ehepaar Erna und Otto Albiez das Sportheim Niederhof zur besten Zufriedenheit der Mitglieder. Zum 1. April 1977 wird ein Pachtvertrag über weitere fünf Jahre geschlossen.

Nach zwei Jahren in der B-Klasse findet sich der SVN am Saisonende 1976/77 nur auf dem letzten Tabellenplatz wieder. Der während der Saison vollzogene Trainerwechsel auf Rainer Schurig aus Albbruck kann die erhoffte Wende nicht mehr einleiten. Deswegen muss die 1. Mannschaft ab der Saison 1977/78 wieder in der C-Klasse antreten.

Im August 1977 übernimmt Walter Oeschger das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden von Kurt Zeller und auf dem neuen Trainingsplatz findet erstmals ein Grümpelturnier statt. Diese Veranstaltung erfreut sich auch in den folgenden Jahren großer Beliebtheit und trägt wesentlich zur Stabilisierung der Vereinskasse bei.

In der nächsten Zeit feiern die Jugendteams des SVN immer wieder tolle Erfolge. So erringt die D-Jugend im Spieljahr 1978/79 die Staffelmeisterschaft mit 24:0 Punkten und 86:3 Toren. Außerdem entscheidet die Mannschaft um Trainer Reinhard Schäuble das Endspiel um die Bezirksmeisterschaft mit einem 2:0 über den TuS Lörrach-Stetten für sich. Auch in der Saison 1979/80 feiert die D-Jugend die Meisterschaft. Diesmal ist Dieter Ruf der Erfolgstrainer.

Im Juli 1979 wird Heribert Neff in der Jahreshauptversammlung zum neuen 2. Vorsitzenden gewählt.

Reinhard Schäuble führt die C-Jugend in der Saison 1980/81 zu einer weiteren Staffelmeisterschaft.

Im Juli 1981 gibt es einige Wechsel an der Vereinsspitze. Klaus Ruf übergibt den Posten des 1. Vorsitzenden an Heribert Neff. Die Vereinsmitglieder wählen Wolfgang Schwarz zum 2. Vorsitzenden und Klaus Ruf zum 3. Vorsitzenden.

Jugendtrainer Reinhard Schäuble feiert seine dritte Meisterschaft mit einem Jugendteam. Die neu gegründete B-Jugend wird 1981/82 Meister in der Kreisstaffel und steigt somit in die Bezirksstaffel auf.

Und noch ein Erfolg für den Nachwuchs: die D-Jugendlichen gewinnen mit ihrem Trainer Dieter Ruf in der Spielzeit 1982/83 die Staffelmeisterschaft.

Nachdem die 1. Mannschaft in den vergangenen drei Jahren die Meisterschaft nur knapp verpasst, wird das langersehnte Ziel in der Saison 1983/84 endlich erreicht. Das Team wird Meister in der Kreisliga B und steigt in die Kreisliga A auf. Zu diesem Erfolg trägt der Spielertrainer Erich Hönig aus Albbruck wesentlich bei.

Nach 10jähriger hervorragender Bewirtung des vereinseigenen Sportheims treten Erna und Otto Albiez zum 30. Juni 1984 in den wohlverdienten Ruhestand.

Ein tollwütiger Fuchs sorgt in der regionalen und überregionalen Presse für Schlagzeilen über den SV Niederhof. Die „BILD-Zeitung“ titelt am 5. Dezember 1984 mit:

„Fuchs biss Fussballer – 2 Mannschaften vom Platz“

Und folgendes ist passiert: in der Partie zwischen dem SV Niederhof II und dem FC Tiengen II schleicht sich beim Stand von 1:0 in der 54. Minute ein tollwütiger Fuchs auf das Spielfeld. Die Spieler und die Zuschauer ergreifen die Flucht und entkommen ins Vereinsheim. Dem Tiengener Spielführer Rudi Etzbühler beisst der Fuchs in die Wade, bei dem Niederhofer Verteidiger Klaus Berger fasst der Fuchs glücklicherweise nur Stoff. Der herbeigerufene Jagdaufseher Walter Pertile erlegt das Tier im nahe gelegenen Wald. Das Spiel kann nach einer Unterbrechung von 28 Minuten fortgesetzt werden und der SVN gewinnt mit 2:1. Glücklicherweise trägt niemand schlimmere Verletzungen davon.

In der Verbandsrunde 1984/85 werden gleich zwei Mannschaften Staffelmeister. Die A-Jugend mit ihrem Trainer Edmund Drescher und die neugegründete F-Jugend mit den Trainern Kurt Zeller und Dieter Schikowski holen sich den Meistertitel.

Verbesserte Trainingsbedingungen für die Sportvereine der Gesamtgemeinde bringt ab Herbst 1985 die Inbetriebnahme des Tennenplatzes in Murg. Von der Nutzung des Hartplatzes profitieren die Mannschaften vor allem in den kalten Wintermonaten.

Nach Beendigung der Saison 1985/86 gibt es im Jugendbereich wieder doppelten Grund zur Freude. Die C-Jugend mit Coach Ewald Behlinger und die E-Jugend unter Daniel Bergande feiern jeweils den Gewinn der Staffelmeisterschaft.

Nach vielen Jahren mit wechselnden sportlichen Erfolgen glückt Hans Mutter 1986/87 mit „seiner“ 2. Mannschaft der Titelgewinn in der Kreisliga C und damit der Aufstieg in die Kreisliga B. Die Meisterschaftsfeier findet am 4. Juli 1987 in der Mehrzweckhalle in Niederhof statt. Im selben Jahr führen die D-Jugend-Trainer Henry Zeller und Hans Schikowski ihre Jungs zur Meisterschaft.

Im August 1987 übernimmt Norbert Schulz den Posten des 2. Vorsitzenden von Wolfgang Schwarz. Edmund Drescher folgt auf Julius Langer im Amt des Jugendleiters. Die Vorbereitungen für das 25jährige Vereinsjubiläum beginnen. Die Vorstandschaft entscheidet das 4-tägige Programm in einem Festzelt durchzuführen.

Das Jubiläumsjahr 1988 beginnt mit einem tollen Erfolg unserer F-Jugend. Das Team von Kurt Zeller und Dieter Schikowski erspielt sich die Hallenbezirksmeisterschaft, die zur Teilnahme an der Südbadischen Hallenmeisterschaft berechtigt. Hinter Eintracht Freiburg belegt die Mannschaft am 28. Februar 1988 den hervorragenden 2. Platz. In den Verbandsspielen wird die F-Jugend Meister in der Kreisstaffel.

Vom 19. bis 22. August 1988 feiert der SVN sein 25jähriges Bestehen. Zum Festauftakt schnüren die Gründungmannschaften des SV Niederhof und des SV Hänner nochmals die Schuhe. Niederhof gewinnt mit 3:1. Anschließend sorgt eine Blasmusik aus dem Allgäu für gute Laune. Am zweiten Tag steht das Verbandsspiel zwischen dem SV Niederhof I und dem SV Blau-Weiss Murg I auf dem Programm. Das Lokalderby endet mit 0:0. Außerdem ehrt der Bezirksvorsitzende Metzler verdiente Vereinsmitglieder. Helmut Baumann, Günther Kammerer, Rolf Maier und Klaus Ruf erhalten für 25jährige Vorstandsarbeit eine Urkunde und die Verbandsehrennadel. Der 1. Vorsitzende Heribert Neff ernennt Helmut Baumann, Günther Kammerer und Rolf Maier zu Ehrenmitgliedern.

Die folgenden Jahre werden von der herausragenden Jugendarbeit geprägt. Die A-Jugend der SG Niederhof mit Spielern aus Binzgen, Rotzel und Niederhof erreicht in der Saison 1988/89 die Meisterschaft.

In der darauffolgenden Spielzeit 1989/90 gewinnen die Nachwuchsfussballer der D-Jugend den bisher größten Titel. Bei den Hallenbezirksmeisterschaften belegen sie zunächst Platz 1, um sich für die Südbadische Hallen-Fussballmeisterschaft zu qualifizieren. Dieses Endturnier findet in Bad Säckingen statt. Und der „Heimvorteil“ wird auf beeindruckende Weise genutzt. Mit 8:2 Punkten macht Trainer Ewald Behlinger seine Jungs ungeschlagen zum Südbadischen Hallen-Fussballmeister. Nicht nur in der Halle, auch im Freien ist das Team nicht zu bremsen. Es wird mit 37:3 Punkten und 130:5 Toren auch Kreisstaffelmeister.

Den Titel als Hallen-Bezirksmeister verteidigt die D-Jugend in der Saison 1990/91 erfolgreich. Bei den Südbadischen Hallenmeisterschaften, die dieses Mal in Lahr stattfinden, erreicht die von Konrad Denz trainierte und von Dieter Wörner betreute Mannschaft nur wegen des schlechteren Torverhältnisses den 4. Platz. Fast genauso gut schneiden die E-Jugendlichen ab. Auf den Sieg bei der Hallenbezirksmeisterschaft folgt in Niederbühl bei Rastatt die Südbadische Hallenmeisterschaft. Leider reicht es hier nur zum 6. und damit letzten Tabellenplatz.

Bei der Hauptversammlung 1991 wird Michael Haiss als Nachfolger von Kurt Zeller zum 2. Vorsitzenden gewählt. Schriftführer Rolf Maier übergibt sein Amt nach 22 Jahren an Dieter Ruf. Henry Zeller folgt auf Edmund Drescher als Jugendleiter. Die Gründungsmitglieder Klaus Ruf und Werner Zumkeller werden für Ihre Verdienste zu neuen Ehrenmitgliedern ernannt.

Eine sportliche Großveranstaltung findet am 2. Oktober 1991 mit der Durchführung des „Sepp-Herberger-Tages“ auf dem Sportplatz Niederhof statt. 700 Schüler spielen auf fünf Kleinfeldern Fussball. Die mustergültige Organisation wird vom Südbadischen Fussballverband mit einer besonderen Auszeichnung belohnt. Die beiden Verantwortlichen Roland Wasmer und Henry Zeller erhalten die „Sepp-Herberger-Gedächtnismünze“.

Weitere Meistertitel gibt es auch in der Spielzeit 1991/92 zu vermelden. Die C-Jugend mit Trainer Ewald Behlinger wird sowohl Hallen-Bezirksmeister als auch Bezirksstaffelmeister im Freien. Die Südbadische Hallenmeisterschaft wird mit einem guten 4. Platz beendet. Aus dieser Mannschaft wird Wolfgang Fister in die Südbadische Auswahl berufen. Die von Konrad Denz und Roger Küpfer trainierte D-Jugend wird überlegen Kreisstaffelmeister. Den selben Titel sichern sich auch unsere E-Jugendlichen, die von Arnold Schwarz und Kurt Zeller betreut werden.

Die D-Jugend wiederholt in der Saison 1992/93 den Erfolg des Vorjahres und wird erneut Staffelmeister.

Ab der Spielzeit 1993/94 wird für die A-, B- und C-Jugendmannschaften eine Spielgemeinschaft mit dem SV Blau-Weiss Murg gebildet. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass beide Vereine stets genügend Spieler zur Verfügung haben. Natürlich erhofft man sich auch die Mannschaften in höheren Staffeln etablieren zu können.

Einige Veränderungen gab es in der Jahreshauptversammlung im Juni 1994. Norbert Schulz übernimmt den Posten des 1. Vorsitzenden von Heribert Neff. Kurt Zeller wird Nachfolger von Norbert Schulz als Spielbetriebsleiter. Zum stellvertretenden Jugendleiter wird Walter Oeschger gewählt. Nach mehr als 30jähriger Vorstandstätigkeit, davon 27 Jahre als Präsident, wird Helmut Baumann in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Für seine großen Verdienste wird er zum Ehrenpräsidenten ernannt. Rolf Maier wird zum neuen Präsidenten gewählt. Der aus beruflichen Gründen zurückgetretene Heribert Neff wird für seine 15jährige Vorstandsarbeit zum Ehrenmitglied ernannt.

Am 15. August 1994 übernehmen Rosi und Hans Kuliberda die Leitung des Sportheims Niederhof.

Die von Walter und Werner Oeschger trainierte E-Jugend gewinnt in der Saison 1994/95 die Staffelmeisterschaft.

Erstmals wird im Juni 1995 ein Jugendsporttag veranstaltet. Die beiden ausrichtenden Vereine – der SV Niederhof und der SV Blau-Weiss Murg – stellen ein abwechslungsreiches Programm zusammen, das bei den 200 Jugendlichen guten Anklang findet.

Nach acht Jahren in der Kreisliga B muss die 2. Mannschaft 1995 den Weg in die Kreisliga C antreten. Mangelndes Training und akuter Spielermangel führen zum Abstieg.

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung im Juli 1995 ernennt Präsident Rolf Maier den langjährigen Schiedsrichter Rudolf Ehm zum Ehrenmitglied. Walter Langendorf wird von den Anwesenden zum 2. Vorsitzenden gewählt. Norbert Schulz muss seine Tätigkeit als 1. Vorsitzender aus beruflichen Gründen beenden. Nachfolger wird der bisherige Leiter der Alten Herren, Jürgen Stadelberger.

Die E-Jugend um Walter und Werner Oeschger verteidigt in der Spielzeit 1995/96 die Staffelmeisterschaft. Ein weiterer Erfolg in der Titelsammlung für unsere Jugendabteilung!

Dass auch Frauen etwas von Fussball verstehen beweisen unsere Trainerinnen Jutta Marchlewski und Brigitte Zeller, die im Frühling 1997 unsere Jüngsten – die F2-Jugend – zur Meisterschaft führen. Bei der Jahreshauptversammlung im August 1997 tritt Christof Berger die Nachfolge von Walter Langendorf als 2. Vorsitzender an.

Nach anfänglicher Skepsis entschliesst sich die Vorstandschaft für das Spieljahr 1998/99 erstmals eine Frauen- und Mädchenmannschaft zu den Verbandsspielen anzumelden. Schnell wird klar, dass sich die Damen gut in den Verein integrieren und die anfängliche Skepsis völlig unbegründet war.

Die Vereinsverantwortlichen sind sich aber auch einig, dass bei der zunehmenden Anzahl von Mannschaften die beiden vorhandenen Umkleide- und Duschräume nicht mehr ausreichen. Nachdem Ehrenpräsident Helmut Baumann dem SVN eine großzügige Geldspende über den Jugendförderverein zusagt, beschliesst der Vorstand im Januar 1999 diese Mittel für die Schaffung zusätzlicher Umkleide- und Duschmöglichkeiten zu verwenden. Vorstandsmitglied Rolf Jehle erklärt sich bereit einige Pläne über An- und Umbaumaßnahmen anzufertigen. In einer weiteren Vorstandssitzung im März 1999 legt er seine Ideen vor. Für die konkrete Planung und Finanzierung wird ein „Bauausschuss“ unter der Leitung von Jürgen Stadelberger und Rolf Jehle gebildet. Am 28. Juli 1999 beschliessen die anwesenden 42 Vereinsmitglieder in der Jahreshauptversammlung einstimmig das Projekt „Sportheim-Anbau“ in Angriff zu nehmen. Außerdem wird Walter Langendorf als Nachfolger von Henry Zeller zum Jugendleiter gewählt.

Neben den Angelegenheiten um den Sportheim-Anbau ist Jürgen Stadelberger auch auf der Suche nach Sponsoren für die Bandenwerbung erfolgreich. Ab dem Frühjahr 2000 werden Verträge über Bandenwerbung abgeschlossen und die entsprechenden Werbetafeln an der Südseite des Sportplatzes angebracht.

Am 16. Juni 2000 erfolgt der erste Spatenstich für den Sportheim-Anbau durch Bürgermeister Michael Schöke, Ehrenpräsident Helmut Baumann und Präsident Rolf Maier. In der Jahreshauptversammlung vom 28. Juli 2000 wird der Sportplatz in „Helmut-Baumann-Stadion“ umbenannt. Dessen jahrelanges persönliches und finanzielles Engagement soll auf diese Weise gewürdigt werden. Leider gibt Jürgen Stadelberger in dieser Versammlung sein Amt ab. Ein Nachfolger kann nicht gefunden werden. Die Leitung des Vereins geht daher kommissarisch an den 2. Vorsitzenden Christof Berger über.

Trotz schlechter Witterungsverhältnisse schreiten die Arbeiten am Erweiterungsbau zügig voran, sodass am 28. Oktober 2000 das Richtfest gefeiert werden kann.

Die 1. Mannschaft sorgt in der Saison 2000/2001 für einen sportlichen Höhepunkt. Das Team von Trainer Andreas Schneider zieht erstmals in das Bezirkspokalfinale ein. Gegen den Bezirksligisten FV Lörrach unterliegen die „tapferen Schneiderlein“ auf eigenem Platz mit 1:4.

Nach langer Suche kann in der Hauptversammlung vom 27. Juli 2001 mit Michael Balke das Amt des 1. Vorsitzenden wieder besetzt werden. Außerdem wird Oliver Fürst zum 3. Vorsitzenden gewählt.

Im Zuge des Erweiterungsbaus stellt sich heraus, dass auch das bestehende Gebäude teilweise saniert werden muss. Unter anderem sollen dabei die Umkleide- und Duschräume modernisiert und die Heizungsanlage erneuert werden. Die vielen freiwilligen Helfer erledigen die Bauarbeiten bis zum Spätsommer 2002. Als Dank und Anerkennung für die vielen geleisteten Arbeitsstunden werden alle Helfer am 25. Oktober 2002 zu einer internen Einweihungsfeier eingeladen. Da der SVN im Jahr 2003 sein 40jähriges Bestehen feiert wird die offizielle Einweihung im Rahmen des Jubiläums vorgenommen. Der Sportverein Niederhof verfügt mit dem Erweiterungsbau im Erdgeschoss über zwei weitere Umkleideräume, einen weiteren Duschraum, eine behindertengerechte Toilette und einen Geräteraum. Im Obergeschoss befinden sich hinter der überdachten Aussichtsterrasse ein Büro, ein Schulungsraum und ein weiterer Geräteraum.

Mit Trainer Jürgen Zeller gelingt der 2. Mannschaft 2002/2003 der Aufstieg in die Kreisliga B. In einem spannenden Zweikampf mit dem SV Höchenschwand II setzt sich unsere „Zweite“ letztlich durch und feiert den Gewinn der Meisterschaft.

Vom 11. bis 14. Juli 2003 feiert der SVN sein 40-jähriges Jubiläum. Das Programm lässt keine Wünsche offen. Es wird ein Festbankett organisiert, eine Soccer-Party gefeiert, ein „Hotzenwälder Fünfkampf“ ausgetragen und ein Beamten- und Handwerkertreff veranstaltet. Die Feierlichkeiten enden mit einem Auftritt der Liveband „D’Blues Brüeder“ aus der Schweiz.

Unter Trainer Oliver Baumgartner erreicht die 1. Mannschaft in der Saison 2003/2004 die beste Platzierung seit sie 1984 in die Kreisliga A aufgestiegen ist. Der sehr gute zweite Rang berechtigt zu den Aufstiegsspielen in die Bezirksliga Hochrhein. Leider gehen die beiden Spiele gegen den SV Albbruck und den SV Weil II verloren. Den Aufstieg tritt verdientermaßen der SV Weil II an.

Am 10. Oktober 2004 feiert die 1. Mannschaft ihren höchsten Sieg. Gegen den DTFV Bad Säckingen kommt es unter Trainer Lothar Lawicki zu einem spektakulären 16:0.

Nach drei Jahren tritt Michael Balke im Herbst 2004 von seinem Amt als 1. Vorsitzender zurück. Oliver Fürst springt ein und leitet die Geschicke des Vereins während der Spielzeit 2004/2005 kommissarisch. In dieser Saison wird die Frauenmannschaft mit den Trainern Michael Lawicki und Norbert Schulz erstmals Bezirkspokalsieger. Im Finale bezwingt das Team in einem spannenden Spiel den favorisierten VfR Horheim mit 2:1.

In der Generalversammlung 2005 wird mit Daniel Bergande ein neuer 1. Vorsitzender einstimmig in sein Amt gewählt.

2005/06 spielt das Frauenteam eine noch bessere Runde. Zunächst wird der Gewinn der Meisterschaft in der Bezirksliga gefeiert. Gekrönt wird die tolle Saisonleistung mit der Wiederholung des Vorjahreserfolgs. Die Mannschaft schlägt im Pokalfinale den TuS Kleines Wiesental mit 1:0 und wird erneut Bezirkspokalsieger. Zum ersten Mal gewinnt eine Aktivmannschaft das „Double“ für den SVN.

Das Frauenteam belegt in der Saison 2007/08 mit Trainerin Elke Monse den 2. Platz und wird damit Vizemeister. Außerdem gewinnt die Mannschaft erneut das Pokalfinale und wird ein weiteres Mal Bezirkspokalsieger.